600 Jahre Beromünster

Exakt vor 600 Jahren haben die Eidgenossen das Michelsamt den Habsburgern entrissen. Damals im Jahre 1415 überstürzten sich die Ereignisse. Die unruhigen kirchenpolitischen Verhältnisse mit Papst Urban und Gegenpapst Johannes XXIII griffen auf die weltliche Macht über. Aufgrund der überstürzten Verhältnisse wurden die rechtlichen Folgen der Eroberung habsburgischer Gebiete nicht im Voraus eindeutig abgeklärt. Aber unter dem Luzerner Schultheiss Ulrich Walker gelang ein militärischer Vorstoss über Sursee ins Michelsamt. Der habsburgische Aargau war 1415 stark zersplittert, in Adelsherrschaften aufgelöst, verpfändet, versetzt. Ulrich Walker wollte die Strasse. Ihn lockten die Zölle, der Anmarschweg zum Gotthard, der Anschluss an die große reiche Welt. Der Rechtstitel für die Einlösung des Pfandes beruhte vor allem auf der Eroberung durch Ulrich Walker. Doch noch waren innerhalb der Vogtei des Michelsamtes vorerst eine Reihe von Problemen zu klären; Niedergerichte mussten erworben werden, so von den Edlen von Rinach. Endlich ging auch die Kastvogtei über Beromünster, die ein Reichslehen war, an Luzern über.