Grastrocknungsanlage Winon
Franz Kottmann, Winon Mühle

Michelsamt Futter für Michelsamt Käse

Michelsamt Spezialitäten sind von Anfang an regionale Produkte. So leben die Tiere nicht nur im Michelsamt, sie erhalten auch ausschliesslich Futter aus dem Michelsamt. Der einzigartige, regionale Futteranbau schont die Umwelt, da nur ganz kurze Transportwege anfallen. Für Michelsamt muss kein Schiff den Ozean überqueren. Zudem kann dank dem Anbau vor der Haustüre die Herkunft und Qualität des Futters einfach kontrolliert werden.

Kühe, Ziegen und Schafe, alles Wiederkäuer, fressen pflanzliches Futter wie Gras, Kräuter und Heu. In der wärmeren Jahreszeit verbringen die Tiere viel Zeit auf unseren Weiden wo sie frisches Gras und Kräuter geniessen. Michelsamt Bauern verpflichten sich, dass ihre Tiere zwischen April und September regelmässig raus dürfen. Anders sieht es im Winter aus, da dann das Wachstum der Pflanzen auf den Weiden aussetzt. Die Kühe verbringen während den Wintermonaten mehr Zeit im Stall und werden dort mit Heu gefüttert. Heu ist Gras, das während den Sommermonaten auf dem Feld und in den Zwischensaisons bzw. in regenreichen Perioden in einer Grastrocknungsanlage, wie z.B. der Anlage Winon, getrocknet wird. Auf diese Weise kann der grosse Teil der Fütterung abgedeckt werden.

Neben dem Rauhfutter wie Gras und Heu bekommen die Tiere auch Kraftfutter. Dieses ebenfalls pflanzliche Futter hat einen höheren Proteinanteil und kann hauptsächlich aus Raps, wie auch Eiweisserbsen, Ackerbohnen und Weissklee bestehen. Auch dieser Futteranteil von rund 20% kommt aus dem Michelsamt und wird in den Michelsamt Mühlen wie z.B. in der Neumühle Rickenbach oder der Mühle Winon zubereitet.

 

Die graslandbasierte Fütterung beeinflusst auch das Verhältnis der Omega 3 & 6 Fettsäuren in der Milch und im Fleisch positiv, dafür spricht sich auch die Tierärztin Luzia Kaufmann aus.