Zertifizierung

Alle Michelsamt Hersteller verpflichten sich zur Einhaltung von speziellen Anforderungen an die handwerkliche Produktion, Tierhaltung, Anbau und Herstellung der Rohstoffe sowie der Endprodukte.

 

Regional von Anfang an, weil sogar das Tierfutter im Michelsamt wächst. Für die Umstellung der Tierfütterung wird eine Übergangsfrist gewährt, um Tiergesundheit sowie Konformität mit anderen Richtlinien und den kontrollierten Warenfluss zu gewährleisten. Die schriftliche Verpflichtungserklärung zur Umstellung des Bauern steht am Anfang des Umstellungsprozesses.

 

Alle Partnerbetriebe werden regelmässig durch Qualinova auf die Einhaltung der Richtlinien geprüft.

 

 

 

Alle Michelsamt Rohstoffe wie Milch, Getreide und Früchte werden in einem Umkreis von 10km um den Fläcke Beromünster hergestellt.

 

Michelsamt Endprodukte, welche unter der Marke Michelsamt verkauft werden, wie z.B. Käse und Backwaren werden falls möglich auf dem Hochplateau oder mindestens in einem Umkreis von 30km um den Fläcke Beromünster hergestellt. Eine Ausnahme kann bewilligt werden, falls kein Hersteller vorhanden ist, wie z.B. bei der Kelterei. Die Verarbeiter werden jeweils vom Vorstand der Wertschöpfungsgemeinschaft bewilligt.

 

 

Vorgaben an die landwirtschaftliche Primärproduktion

  • Futter vom Michelsamt: Sowohl Raufutter wie auch Kraftfutter wird im Michelsamt angebaut. Für die Verarbeitung wird mit den regionalen Mühlen zusammengearbeitet. Zudem müssen die Kühe, Rinder, Schafe und Ziegen während der Vegetationszeit regelmässig auf die Weide zum Grasen. >> Mehr erfahren
  • Hofdüngereinsatz: Jauche ist Dünger, der durch die Tierhaltung entsteht. Durch das Ausbringen mit dem Schleppschlauchverteiler kann er genau dort verteilt werden, wo er hingehört. Der Dünger wird am selben Ort wieder eingesetzt, wo er entstanden ist.
  • Vernetzung: Michelsamt Produzenten sind in einem Vernetzungsprojekt engagiert. Sie setzen sich für die Biodiversität ein. Naturnahe Lebensräume werden innerhalb landwirtschaftlich genutzten Flächen geschaffen und miteinander verknüpft. So entsteht Raum für wildlebende Tiere und Pflanzen, zum Beispiel in Hecken, Ast- oder Steinhaufen.
  • Der ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) sichert eine umweltgerechte Produktion für die Herstellung von gesunden Lebensmitteln und eine tiergerechte Haltung. Mehr erfahren
  • Tiergerechte Haltung nach RAUS ist eine Abkürzung für „Regelmässigen AUSlauf im Freien“. Darin ist festgehalten, wie viele Tage die Tiere mindestens pro Monat auf der Weide verbringen sollen. Es wird zwischen Sommer (26 Tage pro Monat) und Winter (13 Tage pro Monat) unterschieden. RAUS geht bereits deutlich weiter wie die Tierschutzgesetzgebung. Für Schweizer Bauerbetriebe bedeutet es eine freiwillige Kür, für Michelsamt Betriebe gehört es zur Pflicht.
  • Die Vorgaben an die Primärproduzenten, also die Bauern, werden regelmässig überprüft und zertifiziert.

Vorgaben an die Produktion der Endprodukte

Handwerk und Tradition: In der Herstellung von Michelsamt Spezialitäten wird grosser Wert auf Qualität gelegt. Dies wird durch den schonenden Einsatz der Ressourcen, das Einberechnen von genügend Zeit und das Verbinden von traditionellem Wissen mit modernen Hilfsmitteln erreicht. So entsteht ein deutlicher Unterschied zu industriellen Produktionsverfahren. Die Handwerksbetriebe müssen nach ihren branchenüblichen Qualitätssystemen zertifiziert sein. Qualitätsrichtlinien werden in den Betrieben gelebt